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Das ungarische Parlament an der Donau in Budapest zur blauen Stunde, golden beleuchtet und im Fluss gespiegelt, ein Flussschiff fährt vorbeiAI generated

Städtereisen · 3-Tage-Trip

3 Tage in Budapest: Donau, Thermalbäder und Kaffeehäuser

Drei Tage an beiden Ufern der Donau, von der Budaer Burg und der Kettenbrücke zum Parlament, mit der Millennium-U-Bahn, einem Nachmittag im Thermalbad und einem Abend auf dem Fluss.

6 Min. Lesezeit27. Oktober 202647.50° N · 19.04° O

Budapest besteht aus zwei Städten, die sich über die Donau hinweg gegenüberliegen. Am Westufer steigt Buda in grünen Hügeln an, gekrönt von einem Palast und einer gotischen Kirche; am Ostufer breitet sich Pest flach und großzügig aus, mit Boulevards, Kuppeln und Kaffeehäusern. Dazwischen spannen sich die Brücken, und darunter liegen warme Quellen. Drei Tage reichen für beide Ufer, einen Nachmittag im Thermalwasser und einen Abend auf dem Fluss.

Zwei Städte und ein Fluss

Buda, Óbuda und Pest wurden 1873 zu einer Stadt vereint, und beide Hälften haben ihren eigenen Charakter bewahrt. Buda ist ruhiger und hügeliger, mit Villen, Wäldern und dem ummauerten Burgviertel. In Pest spielt sich der größte Teil des Alltags ab: Hier liegen das Parlament, die großen Boulevards und die Markthallen, hier ziehen sich die Abende in die Länge.

Der Fluss hält alles zusammen. 1987 nahm die UNESCO die Donauufer und das Budaer Burgviertel in die Welterbeliste auf, 2002 erweiterte sie den Eintrag um die Andrássy út und die darunter verlaufende . Selten lässt sich ein Welterbe mit einem gewöhnlichen Nahverkehrsfahrschein befahren.

Die Széchenyi-Kettenbrücke, 1849 als erste feste Brücke zwischen Buda und Pest eröffnet, wurde 2023 nach zweijähriger Restaurierung wiedereröffnet. Ihre steinernen Löwen und eisernen Ketten werden nachts beleuchtet, und sie in der Dämmerung zu Fuß zu überqueren, gehört zu den einfachen Freuden der Stadt.

Das Budaer Burgviertel von oben mit dem Maria-Magdalena-Turm, rot gedeckten Dächern und Herbstbäumen
Das Budaer Burgviertel von oben mit dem Maria-Magdalena-Turm, rot gedeckten Dächern und Herbstbäumen

Anreise, Wege durch die Stadt und Unterkunft

Der Internationale Flughafen Ferenc Liszt liegt am südöstlichen Stadtrand. Der Flughafenexpressbus 100E fährt zum Deák Ferenc tér, wo sich drei Metrolinien treffen, und hält unterwegs am Kálvin tér und an der Astoria. Die Fahrt dauert rund 40 Minuten und erfordert ein eigenes Flughafenticket. Außerdem verbinden direkte Züge Budapest mit Wien.

BKK, die städtische Verkehrsbehörde, betreibt Metro, Straßenbahnen und Busse mit einem einheitlichen Ticketsystem. Netzkarten für 24 oder 72 Stunden gelten für beliebig viele Fahrten innerhalb der Stadt und lassen sich vorab kaufen; als Handyticket in der App gekauft, sind sie an den beim Kauf angegebenen Lichtbildausweis gebunden, führen Sie ihn daher mit. Die Straßenbahnen 4 und 6 umrunden den Großen Ring, und die Linie 2 folgt dem Pester Ufer mit Blick hinüber zur Burg.

Für einen ersten Besuch wohnen Sie am besten in Pest. Im V. Bezirk rund um Parlament und Stephansbasilika liegen die meisten Sehenswürdigkeiten in Gehweite. Der VII. Bezirk, das alte jüdische Viertel, hat kleine Straßen mit Cafés und Innenhöfen, die sich abends füllen, während die Seitenstraßen der Andrássy út im VI. Bezirk eher nach Wohnviertel wirken. Wer Ruhe und Aussicht vorzieht, findet im Burgviertel und in den grünen Straßen von Buda einen friedlichen Standort.

Drei Tage, Stunde für Stunde

Erster Tag Budaer Burg und Kettenbrücke

  1. Morgens

    Matthiaskirche und Fischerbastei

    Fahren Sie mit der Standseilbahn, seit 1870 in Betrieb, vom Budaer Ende der Kettenbrücke hinauf oder gehen Sie durch die Gärten bergan. Beginnen Sie an der Matthiaskirche mit ihrem rautengemusterten Dach aus Zsolnay-Keramik, in der Franz Joseph und Elisabeth 1867 gekrönt wurden. Gleich daneben stehen die sieben weißen Türme der Fischerbastei für die sieben Stämme der Magyaren.

  2. Nachmittags

    Burgviertel und Palastterrassen

    Schlendern Sie durch die stillen Gassen des Burgviertels mit ihren pastellfarbenen Häusern und gehen Sie dann nach Süden zu den Terrassen des Burgpalasts. Der Blick umfasst den ganzen Bogen des Flusses, mit dem Parlament am anderen Ufer. Folgen Sie danach den Wegen durch die Burggärten hinunter zum Fluss.

  3. Abends

    Kettenbrücke und Pester Ufer

    Überqueren Sie die Kettenbrücke zu Fuß, während das Licht schwindet, und wenden Sie sich am Pester Ufer nach Norden in Richtung Parlament. Wenn die Scheinwerfer angehen, leuchten Palast, Brücke und Matthiaskirche golden über dem dunklen Wasser. Zum Abschluss essen Sie in einem der kleinen Restaurants in den Straßen hinter dem Ufer.

Zweiter Tag Parlament, Andrássy út und die Bäder

  1. Morgens

    Parlament und Stephansbasilika

    Buchen Sie eine Führung durch das Parlament, 1904 nach Plänen von Imre Steindl vollendet, in dem die Heilige Krone Ungarns ausgestellt ist. Gehen Sie dann zur Stephansbasilika, vollendet 1905. Ihre Kuppel ragt 96 Meter auf, genauso hoch wie das Parlament, und eine Terrasse ringsum blickt über die Dächer von Pest.

  2. Nachmittags

    Millennium-U-Bahn und Széchenyi-Bad

    Fahren Sie mit den kleinen gelben Zügen der Linie M1, 1896 unter der Andrássy út eröffnet, zum Heldenplatz mit seiner hohen Säule und den Standbildern der magyarischen Stammesfürsten. Gehen Sie hinüber ins Stadtwäldchen zum Széchenyi-Bad, eröffnet 1913, und wechseln Sie den restlichen Nachmittag gemächlich zwischen den warmen Außen- und Innenbecken.

  3. Abends

    Andrássy út und Oper

    Gehen Sie die Andrássy út mit ihren prächtigen Mietshäusern zurück bis zur Oper, 1884 von Miklós Ybl erbaut und 2022 nach langer Renovierung wiedereröffnet. Besuchen Sie eine Vorstellung, wenn es sich ergibt, oder lassen Sie sich in einem großen Kaffeehaus in der Nähe zu Kaffee und einem Stück Kuchen nieder.

Dritter Tag Markt, Hügel und Insel

  1. Morgens

    Große Markthalle und Gellértberg

    Beginnen Sie in der Großen Markthalle, 1897 unter einem Dach aus farbigen Zsolnay-Ziegeln eröffnet, mit Paprika und Salami im Erdgeschoss und lángos-Ständen im Obergeschoss. Überqueren Sie dann die Freiheitsbrücke und steigen Sie auf den Gellértberg zur Zitadelle, die im Frühjahr 2026 nach langer Restaurierung wiedereröffnet wurde und den weitesten Blick über beide Ufer bietet.

  2. Nachmittags

    Margareteninsel

    Nehmen Sie die Straßenbahn 4 oder 6 bis zur Haltestelle auf der Margaretenbrücke und gehen Sie hinüber auf die Margareteninsel, einen langen, weitgehend autofreien Park mitten in der Donau. Spazieren Sie am musikalischen Springbrunnen, am Jugendstil-Wasserturm von 1911 und am kleinen Japanischen Garten vorbei, oder mieten Sie ein Fahrrad und umrunden Sie die Insel in aller Ruhe.

  3. Abends

    Mit dem Boot auf der Donau

    Beenden Sie die Reise auf dem Wasser. Abendliche Rundfahrtschiffe legen am Pester Ufer ab und gleiten am angestrahlten Parlament, am Palast und an den Brücken vorbei. In den wärmeren Monaten verkehren auf dem Fluss auch öffentliche Schiffslinien; prüfen Sie den aktuellen Fahrplan, wenn Sie lieber schlicht mitfahren möchten.

Als meinen Plan nutzen

Kaffeehäuser und warmes Wasser

Um 1900 hatte Budapest Hunderte Kaffeehäuser, und Schriftsteller und Redakteure nutzten ihren Lieblingstisch als Büro, an dem sie einen Großteil des Tages verbrachten. Mehrere der großen Cafés, auf Ungarisch , wurden inzwischen in ihrer ganzen Pracht restauriert, mit Kronleuchtern, bemalten Decken und Marmortischen.

Bestellen Sie einen Kaffee und ein Stück Dobostorte, dünne Biskuitschichten mit Schokoladenbuttercreme unter einer glänzenden Karamelldecke, und lassen Sie sich Zeit. Ein großes Kaffeehaus ist am späten Nachmittag am schönsten, wenn das Licht weicher wird und es niemand eilig hat zu gehen.

Das andere Ritual ist das Baden. Unter der Stadt liegen sehr viele warme Quellen, und das ungarische Wort, nach dem Sie Ausschau halten sollten, ist , Bad. Ein Thermalnachmittag gelingt am besten ohne Plan: Nehmen Sie Badekleidung, Badeschuhe und ein Handtuch mit, beginnen Sie draußen und wechseln Sie dann in aller Ruhe zwischen Innenhallen und Dampfbädern. Kaum etwas in Budapest ist so gemächlich wie ein Nachmittag in warmem Wasser unter freiem Himmel.

Kaum etwas in Budapest ist so gemächlich wie ein Nachmittag in warmem Wasser unter freiem Himmel.

Die beste Reisezeit

Frühling und Frühherbst sind die angenehmsten Jahreszeiten zum Gehen, mit milden Tagen und weichem Licht auf dem Fluss. Der Sommer ist warm und lang, ideal für Abende an den Ufern und auf der Margareteninsel, während man die heißesten Stunden des Tages am besten drinnen oder im Wasser verbringt.

Auch der Winter hat seine Freuden. Adventsmärkte füllen Plätze in Pest, darunter den vor der Stephansbasilika, die Kaffeehäuser sind dann am gemütlichsten, und ein Thermalbecken unter freiem Himmel an einem frostigen Nachmittag, eingehüllt in seinen eigenen Dampf, zeigt Budapest von seiner eindrucksvollsten Seite.

Wörter in diesem Artikel

Kávéház
Ungarisch für Kaffeehaus, vor allem die großen Cafés, in denen Schriftsteller einst ihre Tage verbrachten.
Fürdő
Ungarisch für Bad, Bestandteil der Namen der Thermalbäder der Stadt.
Lángos
Ein frittiertes Fladenbrot, oft mit saurer Sahne und geriebenem Käse belegt.
Millennium-U-Bahn
Budapests Metrolinie M1, 1896 unter der Andrássy út eröffnet und Teil der Welterbestätte.

Häufige Fragen

Wie kommt man vom Flughafen Budapest in die Innenstadt?

Der Flughafenexpressbus 100E fährt vom Internationalen Flughafen Ferenc Liszt zum Deák Ferenc tér im Zentrum, hält unterwegs am Kálvin tér und an der Astoria und braucht rund 40 Minuten. Sie benötigen ein eigenes Flughafenticket, das Sie am Automaten kaufen oder an Bord mit Bankkarte bezahlen. Am Deák Ferenc tér treffen sich drei Metrolinien, die Weiterfahrt ist also einfach.

Wohnt man besser in Buda oder in Pest?

Für einen ersten Besuch ist Pest der praktischere Standort, denn Parlament, Stephansbasilika, Kaffeehäuser und die meisten Restaurants liegen in Gehweite. Der V. Bezirk ist zentral, der VII. Bezirk abends lebhaft. Buda, besonders das Burgviertel, passt zu allen, die ruhige Straßen, Blicke über den Fluss und frühe Abende schätzen.

Was nimmt man in ein Thermalbad in Budapest mit?

Packen Sie Badekleidung, Badeschuhe und ein Handtuch ein, dazu eine Badekappe, wenn Sie Bahnen schwimmen möchten, denn in Sportbecken wird sie oft verlangt. Planen Sie mindestens zwei bis drei Stunden ein, wechseln Sie langsam zwischen den Becken und trinken Sie zwischendurch Wasser. Wenn Sie Bedenken wegen Hitze oder warmem Wasser haben, holen Sie vor der Reise ärztlichen Rat ein.

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