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Ein ruhiger türkisfarbener Schweizer See zwischen steilen grünen Bergen, ein weißer Raddampfer und ein Dorf am Ufer mit KirchturmAI generated

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Erholsame Schweiz: Seen, langsame Züge und Thermaldörfer

Raddampfer, autofreie Dörfer, Panoramazüge und warme Becken unter den Felswänden von Leukerbad: wie Sie eine ruhige Woche in der Schweiz planen, mit wenig Umsteigen und viel Zeit.

5 Min. Lesezeit27. Oktober 202647.05° N · 8.31° O

Seit weit über einem Jahrhundert zieht die Schweiz Reisende an, die Ruhe suchen. Ihre Seen, ihre autofreien Bergdörfer und ihre gemächlichen Panoramastrecken bieten noch immer einige der ruhigsten Reisen Europas. Das Geheimnis liegt darin, eine Woche auf Schweizer Art zu planen: wenig Umsteigen, gute Anschlüsse und viel Zeit, um aus dem Fenster zu schauen.

Eine lange Tradition des ruhigen Reisens

Im 19. Jahrhundert kamen Reisende wegen der klaren Luft, der langen Spaziergänge und der Aussicht in die Alpen und an die Schweizer Seen. 1863 führte Thomas Cook seine erste Gruppenreise durch die Schweiz, und in Orten wie Luzern und Interlaken entstanden Grandhotels mit Seeterrassen und Bergblick.

An diesem Reiz hat sich kaum etwas geändert. Die Seen spiegeln noch immer die Berge, Dampfschiffe kreuzen sie nach Sommerfahrplan, und die Bahn erreicht Orte, an die kein Auto kommt. Geändert hat sich, wie einfach alles geworden ist: ein Pass für die meisten Fahrten, pünktliche Anschlüsse und die Möglichkeit, das Gepäck vorauszuschicken.

Ein roter Bergzug überquert ein hohes, geschwungenes Steinviadukt in den Schweizer Alpen zwischen goldenen HerbstlärchenAI generated
Ein roter Bergzug überquert ein hohes, geschwungenes Steinviadukt in den Schweizer Alpen zwischen goldenen Herbstlärchen

Seestädte: Luzern, Thun und Brienz, dazu das Lavaux

Luzern liegt dort, wo die Reuss den Vierwaldstättersee verlässt, und seine gedeckte hölzerne Kapellbrücke ist seit Langem das Wahrzeichen der Stadt. Die eigentliche Anziehung aber ist der See selbst. Historische befahren seine langen Arme zwischen steilen, bewaldeten Ufern, und eine Stunde an Deck, während die Berge vorbeiziehen, gehört zum Erholsamsten, was man im ganzen Land unternehmen kann.

Im Berner Oberland liegen Thunersee und Brienzersee zu beiden Seiten von Interlaken. Der Thunersee ist weit und offen, mit Schlössern und Dörfern an seinen Ufern, der Brienzersee schmaler, türkisfarben und von steilen Hängen und Wasserfällen gerahmt. Auf beiden fährt im Sommer ein historischer Raddampfer, und die Schiffe haben gute Anschlüsse an die Züge.

Am Genfersee, östlich von Lausanne, steigen die Rebterrassen des Lavaux steil vom Ufer an. Klöster begannen im Mittelalter, diese Hänge zu terrassieren, und seit 2007 gehört das Lavaux zum UNESCO-Welterbe. Fußwege verbinden die Winzerdörfer über dem Wasser, und an klaren Tagen reicht der Blick über den See bis zu den Bergen auf der französischen Seite.

Autofreie Dörfer in den Bergen

Einige der ruhigsten Nächte der Schweiz verbringt man in Dörfern ohne Autos. Zermatt am Fuß des Matterhorns erreichen Sie mit dem Zug; der Ort ist autofrei, und kleine Elektrofahrzeuge bringen das Gepäck durch die Gassen.

Im Lauterbrunnental schauen sich Wengen und Mürren über den Talboden hinweg an. Eine fährt von Lauterbrunnen hinauf nach Wengen, während Mürren auf einer sonnigen Terrasse auf rund 1.640 Metern mit einer Kombination aus Seilbahn und Bergbahn ab Lauterbrunnen oder mit der Seilbahn ab Stechelberg zu erreichen ist. Beide sind autofrei, und abends hört man nur noch Kuhglocken, Wasserfälle und den letzten Zug.

Abends hört man nur noch Kuhglocken, Wasserfälle und den letzten Zug.

Langsame Züge über die Alpen

Der Glacier Express verbindet Zermatt und St. Moritz in rund acht Stunden, überquert dabei 291 Brücken, fährt durch 91 Tunnel und erreicht am Oberalppass 2.033 Meter. Seine Panoramawagen machen die Fahrt zu einem Ruhetag: Sie sitzen, Sie schauen, und die Alpen ziehen gemächlich vorbei.

In Graubünden gehört die Rhätische Bahn mit Albula- und Berninalinie seit 2008 zum UNESCO-Welterbe. Die 1904 eröffnete Albulalinie windet sich durch Kehrtunnel und über Viadukte wie den Landwasserviadukt, während die Berninalinie den hohen Berninapass überquert und nach Tirano in Italien hinabführt. Plätze in den Panoramazügen sind begehrt, reservieren Sie im Sommer also rechtzeitig, oder fahren Sie einfach mit den normalen Regionalzügen auf denselben Gleisen.

Leukerbad: warmes Wasser unter den Felswänden

Hoch in einem Seitental des , auf rund 1.400 Metern, hat Leukerbad sein Leben ganz um seine heißen Quellen herum eingerichtet. Täglich fließen dort rund 3,9 Millionen Liter Thermalwasser mit bis zu 51 °C, und gebadet wird hier schon seit der Römerzeit. Mark Twain gehörte im 19. Jahrhundert zu den Gästen des Dorfes.

Die öffentlichen Thermalbäder des Dorfes haben Becken im Freien, in denen Sie im warmen Wasser treiben, während sich die mächtigen Felswände der Gemmi über den Dächern erheben. Eine Seilbahn fährt hinauf zum Gemmipass auf über 2.300 Metern, für eine Höhenwanderung vor dem abendlichen Bad. Hat ein Thermalprogramm medizinische Anteile, etwa Anwendungen oder Konsultationen, holen Sie vorher ärztlichen Rat ein. Für die meisten Gäste liegt der Genuss einfach in der Wärme, der Bergluft und der Aussicht.

Eine erholsame Woche planen

Der Schlüssel zu einer erholsamen Woche in der Schweiz: das Hotel so selten wie möglich wechseln. Wählen Sie einen Standort am See und einen in den Bergen, und machen Sie den Reisetag dazwischen zu einem Teil des Urlaubs statt zu einer Unterbrechung.

  1. Verbringen Sie drei Nächte an einem See, in Luzern, am Thunersee oder am Ufer des Lavaux, mit einer Schifffahrt und einem gemütlichen Spaziergang an jedem Tag.
  2. Schicken Sie Ihr Gepäck voraus und reisen Sie nur mit einer Tagestasche auf einer Panoramastrecke in die Berge.
  3. Verbringen Sie drei oder vier Nächte in einem autofreien Dorf oder in Leukerbad, mit kurzen Wanderungen und langen Abenden.
  4. Fahren Sie auf einer anderen Route zurück, vielleicht an einem weiteren See entlang, damit auch die Heimreise etwas Neues bringt.

Für Gäste mit Wohnsitz außerhalb der Schweiz gilt der in Zügen, Bussen und Schiffen auf dem größten Teil des Netzes, mit Ermäßigungen auf vielen Bergbahnen. Die Schweizer Bahnen bieten außerdem einen zwischen ausgewählten Bahnhöfen und von Haus zu Haus an, sodass Ihr Koffer getrennt reist, während Sie die Aussicht genießen.

Später Frühling und früher Herbst sind besonders ruhig, mit weniger Besuchern und weichem Licht auf den Seen. Der Sommer bringt die vollen Schiffsfahrpläne und offene Bergwege, der Winter verwandelt die autofreien Dörfer und die warmen Becken von Leukerbad in verschneite Rückzugsorte. Manche Schiffe und hohe Bergstrecken verkehren nur im Sommer, prüfen Sie also die aktuellen Fahrpläne.

Wörter in diesem Artikel

Zahnradbahn
Eine Bergbahn mit einer Zahnstange zwischen den Schienen, mit der Züge steile Steigungen bewältigen.
Raddampfer
Ein Schiff mit dampfgetriebenen Schaufelrädern, das im Sommer noch auf mehreren Schweizer Seen fährt.
Wallis
Der Kanton im Südwesten der Schweiz, zu dem Zermatt und Leukerbad gehören.
Swiss Travel Pass
Ein Fahrausweis für Gäste mit Wohnsitz außerhalb der Schweiz, gültig in Zügen, Bussen und Schiffen auf dem größten Teil des Netzes.
Gepäckversand
Ein Angebot der Bahn, das Ihren Koffer getrennt von Ihnen zwischen Bahnhöfen oder Adressen befördert.

Häufige Fragen

Ist der Glacier Express eine gute Wahl für eine erholsame Reise?

Viele Reisende lieben ihn gerade, weil er langsam ist. In rund acht Stunden zwischen Zermatt und St. Moritz sitzen Sie einfach, essen und schauen zu, wie Berge, Brücken und Schluchten vorbeiziehen. Reservieren Sie im Sommer rechtzeitig. Wenn Ihnen ein ganzer Tag an Bord zu lang erscheint, fahren Sie nur einen Abschnitt und nutzen Sie für den Rest der Strecke normale Regionalzüge.

Braucht man für eine erholsame Woche in der Schweiz ein Auto?

Nein. Züge, Busse, Schiffe und Seilbahnen erreichen fast jede Seestadt und jedes Bergdorf, und einige der ruhigsten Dörfer, etwa Zermatt, Wengen und Mürren, sind autofrei. Mit dem Gepäckversand reisen Sie leicht zwischen Ihren Standorten, und für Gäste mit Wohnsitz außerhalb der Schweiz macht der Swiss Travel Pass die Planung einfach.

Eignet sich Leukerbad für eine entspannte Auszeit?

Ja. Die öffentlichen Thermalbäder des Dorfes haben Innen- und Außenbecken, die von warmen Quellen gespeist werden, darüber erheben sich die Felswände der Gemmi. Viele Gäste verbinden eine Wanderung am Morgen mit einem Bad am Nachmittag oder Abend. Umfasst ein Programm medizinische Anwendungen, holen Sie vorher ärztlichen Rat ein, und prüfen Sie vor der Reise die aktuellen Öffnungszeiten.

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Waldatem

Eine ruhige Minute: ein gleichmäßiger Atemtakt mit einem wachsenden Baum, für den Zug, das Hotelzimmer oder die Parkbank.

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